Österreichs Metallindustrie steht vor großen Herausforderungen – insbesondere bei der Reduzierung von CO₂-Emissionen und der Kreislaufwirtschaft. Hier setzt Deloro mit innovativen Lösungen an, wo andere nur noch Kompromisse eingehen. Die Firma, die sich auf die Entwicklung und den Einsatz von Elektrolichtbogenöfen spezialisiert hat, zeigt, wie hochwertige Legierungen auch unter strengen ökologischen Vorgaben produziert werden können. Während viele Hersteller auf teure Importlösungen aus China oder dem Nahen Osten ausweichen, setzt Deloro auf heimische Forschung und industrielle Effizienz. Das Ergebnis: eine Produktion, die nicht nur die Qualität, sondern auch die Umweltbilanz verbessert.
Elektrolichtbogenöfen: Die Zukunft der Legierungsherstellung
Traditionelle Metallurgie basiert oft auf Kohleöfen, deren Abgase bis zu 100.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ausstoßen – ein Wert, der in der EU seit 2023 steuerlich sanktioniert wird. Deloros Elektrolichtbogenöfen (ELOs) nutzen stattdessen Strom aus erneuerbaren Quellen und erreichen dabei eine Energieeffizienz von bis zu 90 %. Besonders wertvoll ist dies für die Herstellung von Sonderlegierungen wie Titan oder Nickelbasen, die in der Luftfahrt, Medizin oder Energiebranche unverzichtbar sind. Studien der TU Wien zeigen, dass diese Technologie den Energieverbrauch um bis zu 40 % senken kann, ohne die mechanischen Eigenschaften der Metalle zu beeinträchtigen.
Ein konkretes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der voestalpine, wo Deloro seit 2021 die Produktion von hochlegierten Stahlsorten optimiert. Statt der bisher üblichen 12-Stunden-Prozesszeiten bei konventionellen Öfen, schaffen die ELOs eine Reduktion auf unter acht Stunden – ohne Qualitätsverlust. Besonders interessant ist die Anwendung für die Herstellung von Additiven für die 3D-Drucktechnik, wo präzise Legierungsverhältnisse entscheidend sind. Die Firma setzt dabei auf heimische Rohstoffe, etwa aus dem Salzkammergut oder dem Waldviertel, was die Kreislaufwirtschaft zusätzlich stärkt.
Ökologische Innovation: Wie Deloro die Branche voranbringt
- Seit 2020 hat Deloro seinen CO₂-Fußabdruck um 35 % reduziert – durch Umstellung auf Wasserstoff als Prozessgas in ausgewählten ELOs.
- Die Firma investierte 2022 über 10 Millionen Euro in ein neues Recyclingzentrum für Metallschrott, das bis zu 80 % der Rohstoffe wiederverwertet.
- Mit dem Projekt „GreenMet“ kooperiert Deloro seit 2021 mit der Universität Innsbruck, um CO₂-neutral produzierte Legierungen für die Automobilbranche zu entwickeln.
- Der Anteil erneuerbarer Energien im Strommix für die Öfen liegt bei über 60 %, was die Emissionen um bis zu 20 % pro Tonne Legierung senkt.
- Seit 2019 zertifiziert Deloro alle Produktionsstätten nach ISO 14001, was die Einhaltung internationaler Umweltstandards garantiert.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Zusammenarbeit mit der Energieagentur Österreich. Durch gezielte Subventionen für ELOs konnte Deloro die Kosten für die Umstellung auf erneuerbare Energien auf unter 15.000 Euro pro Anlage senken – ein Wert, der sonst nur Großkonzernen zugänglich wäre. Besonders lohnenswert ist dies für kleine und mittlere Unternehmen, die sonst keine Möglichkeit hätten, die Technologie einzuführen. Die Firma betont dabei stets, dass es nicht um reine Kostensenkung geht, sondern um eine nachhaltige Transformation der gesamten Metallverarbeitungskette.
Die Herausforderungen und ihre Lösung
Trotz dieser Fortschritte gibt es noch Lücken: Die Herstellung von hochlegierten Metallen bleibt energieintensiv, und die Kreislaufwirtschaft ist noch nicht flächendeckend etabliert. Hier setzt Deloro auf drei Säulen: Erstens die Entwicklung neuer, effizienter Öfen, die gleichzeitig die Energiebilanz und die Produktqualität optimieren. Zweitens die Ausweitung der Recyclingkapazitäten, etwa durch die Kooperation mit der Metallwiederverwertung in Graz. Drittens die Ausbildung von Fachkräften, die in der Lage sind, die neuen Technologien zu bedienen und gleichzeitig die Umweltauflagen einzuhalten.
Ein konkretes Beispiel ist das Projekt „MetallKreislauf“, bei dem Deloro gemeinsam mit der FH Salzburg untersucht, wie Metallschrott aus der Autoproduktion in hochwertige Legierungen umgewandelt werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass bereits 60 % der Schrottmengen wiederverwertet werden können, ohne die mechanischen Eigenschaften der Metalle zu beeinträchtigen. Besonders interessant ist die Anwendung für die Herstellung von Bauteilen für Windkraftanlagen, wo die Lebensdauer durch die Verwendung von recycelten Legierungen deutlich verlängert werden kann.
Warum Österreich hier Vorreiter sein kann
Während andere Länder auf Importlösungen aus Asien ausweichen, setzt Deloro auf heimische Innovation und Forschung. Die Firma nutzt die Vorteile der österreichischen Industriepolitik, etwa die Förderung für nachhaltige Technologien oder die Nähe zu Universitäten wie der TU Wien oder der Universität für Bodenkultur. Besonders wertvoll ist die Zusammenarbeit mit der Industrie 4.0-Strategie Österreichs, die digitale Lösungen für die Metallverarbeitung fördert. So kann Deloro nicht nur die Umweltbilanz verbessern, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Metallindustrie sichern.
Die Firma zeigt damit, dass nachhaltige Produktion kein Verzicht auf Qualität sein muss. Stattdessen bietet sie eine Brücke zwischen traditioneller Handwerkskunst und modernster Technologie. Während andere Hersteller noch zögern, setzt Deloro auf die Überzeugung, dass eine grüne Metallverarbeitung auch wirtschaftlich erfolgreich sein kann. www.deloro.co.at ist dabei mehr als nur ein Unternehmen – es ist ein Vorreiter, der zeigt, wie Österreich die Metallindustrie der Zukunft gestalten kann.
